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Eine gerichtliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses kann auf die fehlende Beachtung einer in Tage berechnete Arbeitszeit durch den Arbeitgeber beruhen

Französischer Kassationshof, 19. Oktober 2019 n°18-16.539

Der französische Kassationshof hat entschieden, dass eine gerichtliche Auflösung des Arbeitsvertrags auf die Verletzung der Rechte des Arbeitnehmers hinsichtlich der Organisation seiner Arbeitszeit, seiner Ruhezeit und der Folgen, die diese Situation für sein Privatleben haben, durch den Arbeitgeber beruhen kann.

Im vorliegenden Fall hat das Gericht festgestellt, dass der Arbeitnehmer mehrere Jahre lang seine Arbeitsbedingungen beanstandet hatte, ohne eine zufriedenstellende Antwort von der Gesellschaft zu erhalten.

Das Gericht ist zu dem Schluss gekommen, dass die Verletzung der Rechte des Arbeitnehmers in Bezug auf die Gestaltung seiner Arbeitszeit, seine Ruhezeit und die unvermeidlichen Folgen, die diese Situation für sein Privatleben haben, einen hinreichenden Grund darstellt, um die gerichtliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses zu rechtfertigen.

Das Gericht ist der Argumentation des Arbeitgebers nicht gefolgt, wonach dieser Verstoß nicht schwerwiegend genug sei, um die Fortsetzung des Arbeitsvertrags zu verhindern, da der Arbeitnehmer mehrere Jahre lang im Unternehmen gearbeitet hatte.