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Die Existenz einer moralischen Belästigung hängt nicht von der Wiederholung identischer oder ähnlicher Handlungen ab

Französischer Kassationshof, 26. Juni 2019, Nr. 17-20.723 F-D

Mit Entscheidung vom 26. Juni 2019 hat der französische Kassationshof den Begriff der wiederholten Handlungen von moralischer Belästigung, die in Artikel L. 1152-1 des französischen Arbeitsgesetzbuches erwähnt werden, präzisiert.

Das Gericht ist der Ansicht, dass die Qualifikation der moralischen Belästigung nicht davon abhängig ist, dass identische oder ähnliche Handlungen wiederholt werden. Der Richter muss daher die vom Arbeitnehmer vorgebrachten Tatsachen in ihrer Gesamtheit prüfen.

In diesem Fall hat der Arbeitnehmer auf Grundlage von neun Beschwerden, einschließlich seiner Ladung im Rahmen eines Disziplinarverfahrens, des Antrags auf Genehmigung durch den Arbeitsinspektor zur Kündigung und die Anfechtung vor Gericht der Wahlen, die ihn dazu geführt hatten, ein geschützter Arbeitnehmer zu werden.

Der französische Kassationshof ist der Ansicht, dass das Berufungsgericht die Klage des Arbeitnehmers auf moralische Belästigung zu Unrecht abgewiesen hatte, da es sich bei diesen Elementen nicht um wiederholte Handlungen handelte, da jeder von ihnen isoliert war.