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Das „Einstellungsversprechen“ ohne Angabe der Vergütung und des Einstellungsdatums stellt nur eine einfache Einladung zur Verhandlung dar.

In diesem Fall hatte sich der Geschäftsführer eines Restaurants schriftlich dazu verpflichtet, einen Auslieferer für 35 Stunden vollzeitlich einzustellen und hatte auch seine Arbeitszeiten präzisiert.

Da die Einstellung schließlich nicht stattgefunden hate, hatte der Begünstigte des Einstellungsversprechens eine Arbeitsgerichtsklage erhoben, um den Arbeitgeber zur Zahlung von Schadenersatz wegen missbräuchlicher Verletzung eines Einstellungsversprechens zu verurteilen.

Während das Berufungsgericht einen missbräuchlichen Verstoß gegen ein Einstellungsversprechen anerkannte, kam der französiche Kassationshof zu dem Schluss, dass es mangels eines Hinweises auf die Vergütung und den Zeitpunkt der Einstellung weder ein Angebot für einen Arbeitsvertrag noch eine einseitige Verpflichtung vorlag.

So behauptet der französische Kassationshof, dass der Widerruf eines Personalbeschaffers, der ein Versprechen abgibt, gültig ist, wenn die wesentlichen Elemente des Angebots des Arbeitsvertrags, wie das Gehalt und das Eintrittsdatum, nicht erwähnt werden.

Französischer Kassationshof, 28. November 2018, Nr. 17-20.782